Die Frage „Was kostet Nachhilfe?“ stellen Eltern genauso wie angehende Nachhilfe-Anbieter. Eine pauschale Antwort gibt es nicht: Der Preis hängt von Unterrichtsform, Fach, Schulstufe, Region und vor allem von der Qualifikation der Lehrkraft ab.
Die folgenden Spannen geben dir eine realistische Orientierung, als Eltern für die Budgetplanung und als Anbieter für die eigene Kalkulation.
Preise pro Stunde nach Qualifikation
Private Einzelnachhilfe liegt in Deutschland im Schnitt zwischen 15 und 25 Euro pro Stunde. Der größte Preistreiber ist die Ausbildung der Lehrkraft: Schüler, die jüngeren Kindern helfen, sind am günstigsten, ausgebildete Lehrkräfte am teuersten.
- Schüler als Nachhilfekraft: ca. 10–15 € pro Stunde
- Studierende: ca. 15–20 € pro Stunde
- Absolventen und Fachleute: ca. 20–30 € pro Stunde
- Ausgebildete Lehrkräfte: ca. 25–40 € pro Stunde
Preise nach Fach und Schulstufe
MINT-Fächer wie Mathematik, Physik oder Chemie sind meist teurer (etwa 18–25 € pro Stunde), weil qualifizierte Lehrkräfte knapper sind. Sprachen liegen oft etwas darunter (rund 15–20 €).
Auch die Klassenstufe wirkt sich aus: Grundschul-Nachhilfe ist am günstigsten, die Abitur-Vorbereitung am teuersten.
- Grundschule: ca. 12–18 € pro Stunde
- Sekundarstufe I (Klasse 5–10): ca. 15–22 € pro Stunde
- Oberstufe / Abitur-Vorbereitung: ca. 18–30 € pro Stunde
Institut vs. private Nachhilfe
Nachhilfeinstitute werben oft mit Stundenpreisen ab etwa 8–10 Euro. Diese gelten allerdings für Gruppenunterricht mit mehreren Schülern und setzen meist eine Vertragslaufzeit von 12 bis 24 Monaten voraus.
Einzelunterricht ist pro Stunde teurer, aber gezielter und oft schneller wirksam. Entscheidend ist nicht der reine Stundensatz, sondern wie viele Stunden ein Kind bis zur Verbesserung braucht.
Online ist meist günstiger
Online-Nachhilfe ist in der Regel etwas günstiger als Präsenzunterricht, weil Anfahrt und Raumkosten entfallen, bei vergleichbarer Qualität. Mehr dazu liest du im Beitrag „Online- oder Präsenz-Nachhilfe?“.
Bildungspaket (B.u.T.) als Entlastung
Familien mit Anspruch auf Leistungen für Bildung und Teilhabe können Lernförderung ganz oder teilweise erstattet bekommen. Für Anbieter bedeutet das zusätzlichen Abrechnungsaufwand, den eine gute Software automatisiert.
Wie B.u.T.-Stunden korrekt abgerechnet werden, erklären wir im Beitrag „B.u.T.-Abrechnung für Nachhilfeschulen“.
So kalkulierst du als Anbieter fair
Rechne neben dem Lehrer-Honorar auch Raumkosten, Software, Verwaltung und Ausfallrisiko ein. Eine transparente Abrechnung über ein Elternportal schafft Vertrauen und reduziert Rückfragen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Stunde Nachhilfe im Durchschnitt?
Private Einzelnachhilfe liegt im Schnitt bei 15–25 € pro Stunde. Studierende berechnen meist 15–20 €, ausgebildete Lehrkräfte 25–40 €. Gruppenunterricht im Institut beginnt bei rund 8–10 € pro Schüler, oft mit Vertragsbindung.
Ist Online-Nachhilfe günstiger?
Meist ja, da Anfahrt und Raumkosten entfallen. Die genaue Spanne hängt aber von Qualifikation und Format ab.
Wird Nachhilfe vom Staat bezahlt?
Über das Bildungspaket (Bildung und Teilhabe, B.u.T.) kann Lernförderung für berechtigte Familien übernommen werden.
Nachhilfesoftware, die sich anpasst
Stell dir deine Nachhilfeverwaltung modular zusammen, mit Kalender, Schülerakte, Abrechnung und Elternportal.
